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Fluorid zur Kariesprophylaxe

Fluoride härten den Zahnschmelz und machen die Zähne weniger anfällig für Karies. Karies ist jedoch keine Fluormangelkrankheit, sondern wird in erster Linie durch schlechte Mundhygiene und falsche Ernährung (zuviel Zucker) verursacht. Ein hoher Zuckerkonsum wird durch die Einnahme von Fluoridtabletten nicht weniger schädlich.

Neuere Studien zeigen, dass die Gabe von Fluoridtabletten nur einen eher geringen Erfolg bei der Kariesprophylaxe bringt. Eine deutlich höhere Wirkung lässt sich durch gesunde Ernährung und regelmäßiges Zähnputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta erzielen, denn Fluorid wirkt fast ausschließlich im direkten Kontakt mit den Zähnen, so dass Fluoridgaben vor dem Durchbrechen der Zähne wenig Sinn machen.

Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Kiefer- und Mundheilkunde statt Tabletten den Gebrauch Fluoridhaltiger Zahnpasta ab dem Durchbruch der Zähne in Kombination mit fluoridhaltigem Speisesalz. Der Fluoridgehalt der Zahnpasta sollte für Kleinkinder 0,05 % und für Schulkinder 0,1 bis 0,15 % betragen. Fluoridtabletten werden nur noch dann empfohlen, wenn fluoridfreie Zahncremes verwendet werden und kein fluoridiertes Speisesalz.

Wird bei einem Kind eine hohe Kariesaktivität bzw. ein hohes Kariesrisiko festgestellt, so müssen zusätzliche Maßnahmen erfolgen, um die Kariesgefährdung zu senken. Hierzu zählen insbesondere eine individuelle Ernährungsberatung sowie die Anwendung von keimreduzierenden Lacken, Gelen oder Spüllösungen.

Mehr Informationen: http://www.dgzmk.de/stellung/9804.htm

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