Erläuterungen zum Mutterpass

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In Deutschland ist die medizinische Betreuung von Schwangeren in den Mutterschafts-Richtlinien gesetzlich geregelt. Du hast Anspruch auf 10 bis 14 Vorsorgeuntersuchungen - in besonderen Fällen auch mehr, die von Frauenärzten oder niedergelassenen Hebammen (auch im Wechsel möglich) durchgeführt werden. Alle im Mutterpass vorgesehenen Untersuchungen werden von der Krankenkasse bezahlt. Der Abstand der Vorsorgeuntersuchungen beträgt zu Beginn der Schwangerschaft 4 Wochen, ab der 32. Schwangerschaftswoche alle 14 Tage. Die Befunde werden in den Mutterpass, den du nach Feststellung der Schwangerschaft erhältst, eingetragen. Du hast ein Recht darauf, dass der Mutterpass von deiner/m Ärztin/Arzt oder Hebamme sorgfältig ausgefüllt wird. Den Mutterpass solltest du immer bei dir tragen und bei jeder ärztlichen Untersuchung mitbringen.

Der Mutterpass spiegelt die Schwerpunkte der Untersuchungen wieder, die in Deutschland zur Zeit für die medizinische Betreuung von Schwangeren gelten. In anderen Ländern können dies ganz andere sein. Ein Kritikpunkt ist z. B., dass durch den sehr umfangreichen Risikokatalog (siehe Mutterpass, Seite 5) eine Schwangerschaft häufig als Risikoschwangerschaft eingestuft wird, obwohl diese Einschätzung eher dazu führt, die Schwangere zu verunsichern, als dass es tatsächlich zu Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf kommt. Es empfiehlt sich vor jedem Arztbesuch  alle Fragen, Beschwerden, Stimmungsschwankungen, Ängste etc., die dich im Zusammenhang mit deiner Schwangerschaft beschäftigen, zu notieren, denn es kommt nicht selten vor, dass der Besuch beim Arzt so aufregend ist, dass du die Hälfte von dem, was du eigentlich wissen wolltest, in der momentanen Situation plötzlich vergessen hast.

Die Eintragungen im Mutterpass sind in der Regel für Laien nicht ohne weiteres zu durchschauen. Viele medizinische Fachausdrücke und Abkürzungen machen für die meisten aus dem Mutterpass ein Buch mit 7 Siegeln. Die folgenden Erläuterungen tragen hoffentlich dazu bei, dass du besser verstehst, warum bestimmte Untersuchungen notwendig sind und welche Vorsorgemaßnahmen sich aus den Befunden ableiten.

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