Guthrie-Test / Blutentnahme an der Ferse beim Neugeborenen

Der Guthrie-Test, bei dem Blut aus der Ferse des Neugeborenen abgenommen wird, gehört zur Routine der Neugeborenen-Untersuchungen. Er wird am 3. bis 5. Tag nach der Geburt durchgeführt. Anhand der Blutanalyse können sowohl eventuell angeborene Stoffwechselerkrankungen als auch eine Schildrüsenunterfunktion und Mukoviszidose erkannt werden.

Der Guthrie-Test fällt in Deutschland unter das am 1. Februar 2010 in Kraft getretene Gendiagnostikgesetz (Link zur Pressemitteilung) und unterliegt daher dem Arztvorbehalt, das heißt, die Blutabnahme darf von Hebammen nicht mehr eigenverantwortlich durchgeführt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass nun keine Entnahmen für das Neugeborenenscreening durch Hebammen mehr möglich sind. Die verantwortliche ärztliche Person gemäß dem Gendiagnostikgesetz - das kann auch die Leitung des Screening-Labors sein - kann die Blutentnahme an Hebammen delegieren.

Bei der Planung einer ambulanten Geburt oder einer Hausgeburt ist es daher wichtig, vorher mit der Hebamme über die Durchführung des Guthrie-Tests zu sprechen: Entweder sollte sie vom örtlich zuständigen Screening-Labor beauftragt sein oder sie sollte Euch ein vom Hebammenverband erhältliches Beauftragungs-Formular aushändigen, das Ihr vor der Geburt vom Kinder- oder Hausarzt unterschreiben lasst, so dass die Blutabnahme dann von der Hebamme im ärztlichen Auftrag durchgeführt kann.

Tipp zur Durchführung:

Vor der Blutabnahme die Füßchen des Neugeborenen massieren. Anschließend folgt ein warmes Fußbad. Dadurch wird die Durchblutung verbessert und es muss bei der Blutabnahme meist nicht nachgepiekst werden. Während der Blutabnahme empfiehlt es sich, das Kind zu stillen. Stillen lindert nachweislich sein Schmerzempfinden.

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