Hebammenhilfe

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Wochenbettbetreuung

Unabhängig von der Art der Entbindung hast du Anspruch auf Hausbesuche durch eine Hebamme. Bis zum 10. Tag nach der Geburt besucht dich die Hebamme in der Regel täglich. Später nach Absprache. Von der Krankenkasse werden Besuche bis 8 Wochen nach der Geburt übernommen. Danach kann dich die Hebamme zur Stillberatung noch zwei Mal besuchen. Anspruch auf Hebammenhilfe bei Problemen hast du bis zum Ende der Stillzeit.

Rabenmüttertipp:

 Hierbei ist im Rahmen des offiziellen Umfangs der Hebammenhilfe NICHT festgelegt, was konkret unter „Ende der Stillzeit“ zu verstehen ist. Es wäre aus unserer Sicht sinnvoll, rechtzeitig Rücksprache wegen der Kostenübernahme bei Stillberatungen nach dem ersten Lebensjahr sowohl mit deiner Hebamme als auch deiner Krankenkasse zu nehmen. Erfahrungsgemäß können Stillprobleme jeder Zeit auftreten und damit auch dann, wenn die Stillbeziehung sich längst harmonisch gestaltet hat, beispielsweise wäre hier ein Stillstreik zu nennen.

Weitere Besuche werden von der Krankenkasse übernommen, wenn sie ärztlich angeordnet sind (auch vom Haus- oder Kinderarzt).

Die Wochenbettbetreuung umfasst

  • die Versorgung des Nabels,
  • Beobachtung des allgemeinen Zustands des Säuglings (Temperatur, Atmung, Trinkverhalten, Gewicht)
  • Ernährungsberatung (z. b. bei Gestationsdiabetes, bei Verstopfung oder zur ersten Beikost)  und Anleitung zur Pflege des Säuglings
  • Hilfe bei Blähungen
Rabenmüttertipp:

 Aus unserer Erfahrung mit unseren Kindern und aus den Erzählungen anderer Eltern, sind wir der Meinung, dass die sogenannten 3 Monatskoliken bei jungen Säuglingen insbesondere bei vollgestillten Kindern, nicht unbedingt ursächlich mit dem noch unreifen Verdauungssystems zusammenhängen. Viel mehr sind häufig andere Ursachen verantwortlich dafür, dass ein Baby sehr unruhig ist und mit Schreien reagiert. Beispiele: Reizüberflutung durch zu viele Aktivitäten und Besucher, nervliche Anspannung (insbesondere der Mutter), die sich auf das Kind überträgt, falsches Anlegen an die Brust beim Stillen, so dass das Kind zu viel Luft schluckt (auch bei Kindern, die das Fläschchen bekommen, ist das Luftschlucken möglich), und anderes. Deswegen ist es wichtig, dass du deiner Hebamme möglichst genau erzählst, wie euer Tagesablauf aussieht, wie es dir geht, ob du Sorgen oder Ängste oder andere Probleme hast, damit sie optimal helfen kann.

  • Anleitung zum Stillen und Hilfe bei Stillschwierigkeiten
  • Kontrolle der Wundheilung bei Kaiserschnitt, Dammschnitt oder -riss
  • Kontrolle der Gebärmutter-Rückbildung und erste Übungen zur Rückbildung
  • beratende Gespräche über Empfängnisverhütung, Impfen, Kindererziehung
Rabenmüttertipp:

 Hebammen verstehen sich aufgrund ihrer Ausbildung als „Fachfrau“ für die ganze Familie. Gerade zum Thema Erziehung kommt es dabei sehr darauf an, was genau in der Ausbildung zu diesem Thema vermittelt wurde (also eher konservative Wertvorstellungen nach dem Motto – auch Babys verstehen es schon, die Eltern zu manipulieren - oder eher neue Erkenntnisse, wie beispielsweise sofort auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen) und welche persönliche Meinung die jeweilige Hebamme sich selber gebildet hat. Deswegen, höre immer auf dein Herz und nehme nur die Ratschläge an, die du verstandes- und gefühlsmäßig nachvollziehen kannst.

  • Informationen über Beratungsstellen, Gesprächskreise und Selbsthilfegruppen für Eltern und Kinder.

Die Hebamme informiert dich über zusätzliche Angebote die nicht von den Krankenkassen übernommen werden (z.B. Babyschwimmen, Babymassage, Yoga nach der Geburt, etc.).

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