Recht auf gewaltfreie Erziehung

ein Kommentar von eulalie für rabeneltern.org


Seit dem 2. November 2000 ist es amtlich – im Bundesgesetzblatt wurde ein Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung bekannt gegeben. Artikel 1, Ziffer 3 regelt, dass § 1631 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch wie folgt geändert wird:

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

Zur Begründung hieß es: Die Anwendung körperlicher Gewalt sei in Familien in Deutschland weit verbreitet. Untersuchungen belegten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen in der Familie erlittener und von Jugendlichen ausgeübter Gewalt.

Aus unserer Sicht ist diese gesetzliche Regelung längst überfällig. Jetzt gilt es dafür zu werben, dass in der breiten Bevölkerung auch eine Akzeptanz dafür erreicht wird, Kindern mit Respekt und Achtung vor ihrer Persönlichkeit zu begegnen. Viele werden sich einverstanden erklären: „Selbstverständlich schlage ich mein Kind nicht!“

Dennoch, der Gesetzgeber gibt sich damit allein nicht zufrieden und wir Eltern sollten es auch nicht tun. Wie reden wir mit unseren Kindern? Welche Worte benutzen wir und in welchem Tonfall? Welche Konsequenzen und Strafen drohen wir an oder setzen sie gar um? Stiller Stuhl, Ignorieren, kein Abendbrot oder gar Schreien lassen zum Einschlafen oder in der Nacht, denn dem Kind fehlt ja sonst nichts. Niemand ist perfekt. Eltern sind bloß Menschen, deren Nerven reißen können.

Aber eins sollte uns allen spätestens jetzt klar sein: Wer gegen ein Gesetz verstößt, der muss damit rechnen, zur Verantwortung gezogen zu werden!


© Rabeneltern.org 2003

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