Südafrikanischer Potje

Das Gericht ist mit Stew oder Eintopf vergleichbar, den Zutaten keine Grenzen gesetzt.

Hardware:

Potje [sprich: pottki] = gusseisener Topf mit 3 Beinen, den man ursprünglicherweise auf die Glut einer offenen Feuerstelle stellt. Es gibt diese Töpfe aber auch mit flachem Boden, also für den Herd/Ofen geeignet.

Da nicht jeder so einen Pott zu Hause hat, geht natürlich auch ein normaler, großer Topf.


Software:

Die hier genannten Zutaten sind je nach Vorliebe austauschbar. Der Wein kann natürlich auch weggelassen werden, macht aber geschmacklich enorm viel aus. Ebenso kann man den Eintopf auch vegetarisch lassen. Die Südafrikaner sind aber extreme Fleischesser, daher steht´s im Rezept.

- 1 kg Fleisch nach Wahl (z.B. Lammkeule ohne Knochen, Huhn, Wild, etc.)

- 3 Zwiebeln

- 250g Karotten

- 500g Kartoffeln

- 500g Kohl (Blumenkohl, Brokkoli, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl,...)

- 2 Stangen Lauch

- 1 mittelgroße Knolle Sellerie

- 200g Champignons

- 200g Reis (möglichst klebriger)

- 1 Fl. südafrikanischer trockener (oder halbtrockener) Rotwein

- 5 Knoblauchzehen

- Salz

- Pfeffer

- "Holzgewürze" (Thymian, Rosmarin,...)

- 300 ml Wasser

- 3 EL Öl

Zubereitung:

Das ganze Gemüse in kleine Stücke schneiden (würfeln).

Gehackte Zwiebeln im Öl dünsten. Knoblauch entweder jetzt schon geschnitten dazugeben oder später hineinpressen. Klein geschnittenes Fleisch dazu geben, kurz anbraten. Danach Karotten, Kartoffeln und Sellerie dazugeben und mit etwas Wasser ablöschen, alles bei geringer Temperatur köcheln lassen.

Nach und nach das restliche Gemüse (je nach Garzeit, sprich: je härter, desto eher muss es rein) zugeben. Die Champignons kommen ganz zum Schluss oben drauf.

Würzen, salzen, pfeffern, Knoblauch gepresst hinzufügen.

Der Afrikaner würde jetzt sagen: "Und nun noch viel viel Wein!" - hier darf jeder soviel Wein dazu tun, wie er/sie will, aber hebt euch noch was zum trinken auf ;-)

Deckel drauf und weiter garen lassen. Nebenbei den Reis kochen. Man kann den Reis zum Potje hinzufügen, aber normalerweise wird er extra als "Beilage" serviert.

Wenn die harten Gemüsesorten weich sind, ist das Essen fertig.

Bei einem echten Potje dauert das alles mehrere Stunden. Ein Potje wird nach der Tradition meist bei Familientreffen oder wenn Freunde zu Besuch sind, gemacht. Es ist so etwas wie ein Ritual, in dem die gemeinsame Vorbereitung, Zubereitung, das Warten auf das Essen, während man Wein trinkt und sich viel zu erzählen hat, eine große Rolle spielen.

Am besten schmeckt´s draußen in einer lauen Sommernacht am offenen Feuer. Eignet sich aber auch für mitteleuropäische Winterabende vor dem Kamin. Lässt sich übrigens gut in Portionen einfrieren und schmeckt auch nach dem Auftauen noch hervorragend.

Sehr lecker ist es, wenn man das Fleisch eine Nacht im Wein mariniert.

Dieses Rezept lässt sich unbegrenzt variieren. Es soll Leute geben, die ihr Hühnerfleisch in Cola einlegen oder Ketchup in den Potje tun! Geschmackssache bzw. eine Frage des "gesunden Essens"...

Guten Appetit!

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