Judiths Schwangerschaftsgeschichte

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Ich hatte mir schon lange gewünscht, schwanger zu werden. Ich habe mir immer vorgestellt, was das wohl für ein Gefühl sein muss, ein kleines Menschlein in seinem Bauch zu haben. Und ich habe immer schon gerätselt, wie eine Geburt so sein wird.

Lange Zeit habe ich diesem Wunsch nicht nachgegeben, weil ich noch in der Ausbildung war, dann, weil ich noch nicht verheiratet war und zuletzt, weil die bestehende Wohnsituation kein Kind vertragen hätte. Ich habe dann im Juni ’93 meine Jugendliebe geheiratet, war im Mai ’95 dann auch mit meinem Aufbaustudium fertig und war mit meinem Mann immerhin in eine 2-Zimmerwohung eingezogen. Jetzt wollte ich endlich auch ein Kind haben. Mein ursprüngliches Ziel, mit 25 das erste Kind zu bekommen, war zu diesem Zeitpunkt ja schon längst überschritten, und ich hatte schon die Befürchtung, ich müsste ewig auf eine Schwangerschaft warten und im schlimmsten Fall würde ich doch so alt wie meine Mutter mit mir werden. Und immer noch brauchte mein Mann Bedenkzeit. Doch als er sich endlich bereit erklärte, es darauf ankommen zu lassen – zu diesem Zeitpunkt unterschrieben wir gerade den Mietvertrag für eine 4-Zimmer-Wohnung - wurde ich auf Anhieb schwanger. Ich wollte es aber erst gar nicht selbst glauben. Zwar hatte ich genau den Zeitpunkt des Eisprunges gefühlt und war mir von daher sicher – aber ich dachte, als die Blutung ausblieb, ich bin bestimmt nicht schwanger, das kann ja gar nicht sein, dass das sofort funktioniert, vor allem, weil ich es mir ja soo sehr gewünscht habe. Daher habe ich mich erst gar nicht getraut, einen Schwangerschaftstest zu machen – ich hatte Angst vor einer Enttäuschung. Ich hatte auch noch keine sonstigen Beschwerden – keine Übelkeit. In Hoffen und Bangen habe ich dann 4 Wochen nach Ausbleiben der Periode einen Test gewagt. Er fiel zwar positiv aus, aber so schwach, dass für mich noch ein großer Restzweifel blieb. Ich wollte es immer noch nicht glauben. Also meldete ich mich bei meinem Frauenarzt zur Untersuchung an. Er sah schon beim Abtasten des Bauches meinen Verdacht bestätigt und der Ultraschall beseitigte die letzten Zweifel: Ich war wirklich schwanger – und sogar schon in der 8. SSW!!!

Ich bin vom Arzt weg und war glücklich. Ich schwebte wie auf Wolken, die Welt war einfach nur schön – und ich war mir sicher, dass mir jeder, dem ich begegnete, meinen Zustand doch ansehen musste! Als Erstes rief ich meinen damals besten Freund an, um ihm die frohe Nachricht mitzuteilen – er freute sich sehr mit mir. Abends teilte ich auch gleich dem Orchesterleiter die frohe Botschaft mit – mit dem Hinweis, nur noch bis zu den anstehenden Konzerten mitspielen zu können.

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