Tagebuch von Isa (schwanger im KH)

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Ich unterhielt mich dann recht lange mit den Ärztin (die selbst hochschwanger war) und wurde ob der ungewöhnlichen Situation in den folgenden Stunden zwischen ewig langen Wartezeiten von einem Arzt zum nächsten geschickt. Nach langem hin- und her sagte man mir, die beste Vorgehensweise sei in meinem Fall die 12. SSW abzuwarten, weil dann die Verbindung zwischen Mutter und Kind fester sei und dann erst zu operieren.

In den Wochen darauf erschien ich erneut bei meiner Frauenärztin. Mit dem Baby war alles ok und ich bekam einen Mutterpass. Vier Wochen später folgte der nächste Termin. Diesmal war auch mein Mann dabei. Voller Aufregung warteten wir auf die US-Untersuchung. Ohne Vorwarnung kam dann der bittere Schlag: „Es tut mir leid. Das Kind ist nicht gewachsen und es ist auch keine Herzaktion zu sehen. Ich muss Sie für einen Ausschabung ins Krankenhaus überweisen…!“

Mein Mann und ich sahen uns einfach nur fassungslos an und fingen an zu weinen …

Die Ausschabung kombiniert mit der Konisation sollte zwei Tage später stattfinden. Bei der Besprechung der Risiken der OP bekam ich den nächsten Weinkrampf. In seltenen Fällen könne es zu Komplikationen kommen, die eine Totaloperation – sprich Entfernung der Gebärmutter – erfordern.

Ich unterschrieb die Einverständniserklärung und begab mich wieder auf mein Krankenzimmer. Direkt vor der OP – ich lag bereits auf dem Gyn-Stuhl – sagte ich den Ärzten noch einmal, dass sie bitte ordentliche Arbeit leisten sollten, da ich gerne noch Kinder haben wollte…

Ich wurde nach der Narkose wieder wach und heulte nur still in mich hinein. Es war zwar alles gut verlaufen, aber unser Kind war nun weg und ich fühlte mich entsetzlich leer und allein. Das war im Mai 2001.

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