Tagebuch von Isa (schwanger im KH)

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Na prima, dachten wir, dann kanns ja endlich losgehen. Aber Pustekuchen! Mein Zyklus stellte sich zwar nach Absetzen der Pille auf schön regelmäßig auf 31-33 Tage ein, aber schwanger wurde ich erst mal nicht. Nach einigen Monaten versuchte ich es dann mit der Temperatur-Methode. Jeden Morgen um dieselbe Zeit messen. Aber eine Kurve wurde das nicht. Es sah aus, als hätte ein springender Flummi Spuren hinterlassen. Ich präsentierte die Daten meiner Ärztin. Es folgten zwei Zyklen mit Hormonspiegelbestimmung. Ergebnis: Kein Eisprung möglich. Super! Elf Jahre Pille umsonst eingenommen!

Aber nicht genug: Der letzte Krebsvorsorgeabstrich war Pap IV – laut Ärztin ist das Krebsvorstufe. Jetzt bekam ich wirklich Angst!!! Ich sollte mir nach der nächsten Periode einen Termin im Krankenhaus holen, um eine Konisation (operative Entfernung des veränderten Gewebes im Gebärmutterhals in Kegelschnittform) durchführen zu lassen.

Also wartete ich auf meine Regel, die weder am 31., 32., 33., 43…Tag kam. Am 45.(!) Zyklustag rief ich dann doch reichlich verunsichert meine Ärztin an, ob ich denn nicht vielleicht doch schwanger sein könnte??? Bei den Hormonwerten sei dies wohl nicht möglich und ich solle dann einfach einen Termin bei ihr ausmachen.

Ich erschien wie abgemacht zur OP im Krankenhaus. Kurz vor der OP sollte ich nochmals auf den gynäkologischen Stuhl, um noch einmal untersucht zu werden. Die Ärztin machte einen vaginalen Ultraschall, schaute auf den Monitor und meinte dann plötzlich „ach schaun Sie doch mal!“ Sie drehte den Bildschirm um, zeigte auf einen blinkenden Punkt und sagte „das ist das Herz Ihres Babys!“ Dieser Satz löste ein absolut heftiges Gedankenchaos in meinem Kopf aus: Was, ich bin schwanger? Super! Klasse! Schade, dass mein Mann nicht da ist, um das zu sehen! Wie ist das jetzt mit der Konisation? Ist das auch wirklich wahr? Bin ich nach all den Jahren doch endlich schwanger? Heul!!!

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