Tagebuch von Isa (schwanger im KH)

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Isa lag vor der Entbindung schon lange Zeit im Krankenhaus.
Während diesen Tagen hat sie ein Tagebuch geschrieben, das wir für Rabeneltern.org online stellen dürfen.
Herzlichen Dank, Isa!

 

Hallo zusammen!!

Nach längerem hin und her habe ich den Entschluss gefasst, das umzusetzen, was mir schon länger im Kopf umherschwirrt – nämlich so einiges meiner Biographie in Worte zu fassen und aufzuschreiben.

Nein, ich bin kein Promi und auch nicht uralt, so dass ich aus einem langjährigen Erfahrungsschatz plaudern könnte, aber trotzdem gab es in meinen bis jetzt 32. Lebensjahren so einige Begebenheiten, die es wohl zu erzählen lohnt.

Da es hier aber nun mal um einen speziellen Aspekt/Blickwinkel geht, werde ich versuchen, mich darauf zu beschränken.

Zur Zeit liege ich auf einer Entbindungsstation in einem Krankenhauses irgendwo in Deutschland. Ich bin in der 28. SSW und liege bereits seit gut 3 Wochen flach – was alles andere als erbaulich ist. Aber vielleicht sollte ich erst mal einen Teil meiner Vorgeschichte schildern …

Die Kurzfassung: Ich wurde als Kind zweier recht junger Eltern im Jahre 1971 etwa 10 Tage nach dem ET geboren. Im Alter von knapp 3 Jahren bekam ich einen 10 Monate älteren Adoptivbruder, da meine Mutter aufgrund des Rhesusfaktors kein 2. Kind bekommen konnte. Im Alter von ca. 5 Jahren wurden bei mir Gehirndurchblutungsstörungen (Vorform von Epilepsie) diagnostiziert, so dass ich täglich starke Tabletten nehmen musste und regelmäßig ärztlich untersucht wurde. Die Pubertät setzte – evtl. wegen der Medikamente - erst recht spät ein. Ich bekam meine erste Periode erst mit gut 16 Jahren. Die Zyklen waren so unregelmäßig (16 – 52 Tage), dass man sie schon gar nicht mehr als solche bezeichnen mag. Nach ca. einem Dreivierteljahr  bekam ich ohne weitere größere Untersuchungen die Pille verschrieben und meine bis dahin unregelmäßige und sehr schmerzhafte Periode wurde auf 28 Tage und schmerzfrei „getrimmt“. In den nächsten 10-11 Jahren schluckte ich brav die kleinen Dinger die mal Minulet und mal Cileste hießen. Ich lernte nach zwei langjährigen Beziehungen meinen Mann kennen und als wir uns für ein Baby entschieden, wollte ich nach Rücksprache mit meiner Gynäkologin die Pille absetzen. Die sagte mir jedoch, dass dies ungünstig sei, da ein Krebsabstrich Pap II ergeben hätte. „Ist das denn schlimm“, fragte ich? „Nein, aber schwanger werden sollte ich damit nicht“, meinte sie. Wir warteten im Abstand von je einem halben Jahr die nächsten vier Abstriche ab, die immer auch Pap II ergaben. Die jeweils dürftigen Aussagen meiner Gynäkologin bewogen mich dann endlich dazu, mich auf die Suche nach einer anderen Ärztin zu machen. Dort sah man das alles dann ein bisschen anders: Kontrolle sei gut, aber es spräche nichts gegen eine Schwangerschaft.

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