Mit Kindern im Gespräch bleiben

Mit Kindern im Gespräch zu bleiben dient der Beziehungspflege und ist auch einfach sehr oft total spannend. Nicht alle Kinder erzählen jedoch wie ein Wasserfall über ihre Erlebnisse und Gedanken und Gefühle. Dann ist es wichtig, extra Zeiten und Rituale zu schaffen, denn damit zeigen wir ihnen, dass wir sie ernst nehmen und sie sich uns anvertrauen können.

Kleine Kinder erzählen sehr unterschiedlich von dem, was sie außerhalb der Familie erlebt haben - manche erinnern sich sehr viel später an Details und erzählen mit deutlicher Verzögerung von Erlebnissen, andere sind kaum zu bremsen im Erzählen, noch andere erzählen von sich aus wenig, auf gezieltes Fragen hin aber viel und bereitwillig.
Im Kindergartenalter sind gerade bei Kindern, denen von sich aus wenig einfällt, gute Fragen zum Einstieg: "Was war heute am döfsten, und was war am besten?"
Daneben ist es oft hilfreich, konkret zu fragen: nach Menschen und Erlebnissen, und auch nach dem, was für Erwachsene vielleicht Kleinigkeiten sind.

Bei größeren Kindern im Schulalter hilft es, regelmäßige Gelegenheiten für Gespräche zu schaffen. Das kann die gemeinsame Mahlzeit sein, bei der das Kind dann nicht sofort aufsteht, wenn es selbst fertig ist. Oder die Zeit direkt nach der Schule, vielleicht auch auf einem gemeinsamen Heimweg. Oder am Abend beim Ins-Bett-Bringen bzw. Gute-Nacht-Sagen.

Wenn das Kind latent genervt ist, weil es das Gefühl hat, ausgefragt zu werden, hilft es, darauf zu achten, auch von sich zu erzählen. Viele Kinder hören z-B. gern Geschichten aus der Kindheit ihrer Eltern. Wichtig ist dabei, das Kind nicht mit Dingen zu belasten, für die es noch zu jung ist - Ärger im Job oder ähnliches sind beim Kind nicht richtig aufgehoben.
Einseitiges Ausfragen wird auch verhindert, wenn man z.B. vereinbart "Du drei Fragen, ich drei Fragen". Und es muss ja auch nicht immer um den jeweiligen Tag gehen - was das Kind gerade liest, was im Freundeskreis aktuell los ist oder was es einmal werden möchte sind auch schöne Themen. Gerade bei Büchern, Filmen oder Videospielen, die das Kind gerade beschäftigen, kann man gut fragen, was es daran mag, was nicht so, was spannend ist und was langweilig.

 

 

 

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