Das Leben mit zwei Kindern

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Die (fast) unzensierten Aufzeichnungen einer Anfängermehrfachmutter:


Nach 3 Wochen:

Ich dachte, ich gebe euch mal einen vorläufigen Zwischenbericht, wie´s uns so geht. Wobei ich mir natürlich bewusst bin, dass sich das noch wöchentlich - ach, was sag ich: täglich - ändern kann.

Meine Befürchtung war ja, dass ich mein 100%-iges Kinderlieb-Potenzial nicht so einfach verdoppeln kann, so dass entweder Carl plötzlich Abstriche machen muss oder Petra von Anfang an zu kurz kommt. Zur Beruhigung all jener, die jetzt mit dem zweiten Kind schwanger sind: Es geht!

Wobei es mir beide Kinder auch extrem leicht machen, im Moment: Petra bereitet mir außer mit kleinen Verdauungsproblemen keinerlei Sorgen und Carl ist ihr *noch* sehr zugetan. Wenn ich ihren Po föhne, rennt er sofort zu uns ins Bad und hält ihre Hand, "damit sie keine Angst haben muss". Er küsst und knuddelt sie, wann immer es geht. Sobald sie weint, will er, dass ich sofort zu ihr gehe. Gestern Abend brachte ich ihn ins Bett, und er hat noch ewig erzählt. Bis ich meinte, "Carl, könntest du langsam mal einschlafen, ich muss Petra noch wickeln, sonst wird ihr Po rot" - daraufhin schickte er mich sofort raus, meinte, er könne auch ohne mich einschlafen, ich solle zu ihr. Ich gab ihm noch ein Küsschen – fertig!

Ich denke, in unserem Fall hilft es wahnsinnig, dass ich beide stille. Ich hätte nie gedacht, dass ich dafür so dankbar sein werde. Mal davon abgesehen, dass der Milcheinschuss bei mir wieder mit Betonbrüsten einherging und Carl mich quasi "rettete" vor Schmerzen und Milchstau - es ist einfach schön, mit ihm noch diese Vertrautheit zu haben. Und Petra lässt uns Gott sei Dank Zeit dafür. Carl stillt jetzt tagsüber etwas öfter, nachts eigentlich unverändert 0-1-2 mal.
Abgesehen von kleineren emotionalen Durchhängern, wenn er aus scheinbar unerklärlichen Gründen weinen muss oder extrem anhänglich ist, verkraftet er die Veränderung also *noch* sehr gut. Und gerade dann ist Stillen Gold wert. Ich glaube, Carl ist noch nicht klar, dass Petra der Grund für solche Durchhänger sein könnte, denn er ist auch in diesen Momenten noch sehr lieb zu ihr.

Diverse Warnungen hab ich im Hinterkopf, mögliche Schwierigkeiten mit dem Tandemstillen sind mir auch immer bewusst, Eifersuchtsattacken erwarte ich in einigen Wochen spätestens - aber noch ist alles sehr entspannt und ich hoffe, es kann dabei bleiben, ohne größere Dramen.

Ach so, und mein Mann, der beim Anblick von "schreienden, furzenden und unkooperativen Würmchen" bis kurz vor Petras Geburt immer meinte, die "sollten erst mal noch 2 Jahre reifen", verbringt Tage damit, unser rothaariges, fettes kleines Mädchen zu knuddeln, sagt ständig verklärt: „Gott, ist die süß“, schimpft mich, wenn ich über ihr Doppelkinn lästere und spaziert mit ihr hingebungsvoll durch die Wohnung, bis der letzte Rülpser raus ist!

Doch ja, das Leben kann so bleiben!!!

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