Renz-Polster, H.: Gesundheit für Kinder: Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln

Kösel; 2. überarbeitete Auflage (Februar 2007)
Rezension bezieht sich auf die erste Auflage.
ISBN-10: 3466306728
ISBN-13: 978-3466306725
Gesundheit für Kinder: Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln

Bewertung: 4 von 5 Raben

Ein gutes Buch und ein sehr gut geschriebener Ratgeber. Was mir am meisten gefallen hat: das Buch ist klar und durchdacht strukturiert, man braucht nicht viel Zeit um die benötigten Informationen zu finden. Was ja sehr wichtig sein kann, bei Unfällen zum Beispiel.
Die Autoren haben sich mit folgenden Themen befasst:

Gesund sein-gesund bleiben
Was fehlt meinem Kind? Beschwerden und erste Maßnahmen
Erkrankungen des Säuglings und Kinder mit Handycaps
Erkrankungen des Kindes
Mit Kinder verreisen
Erste Hilfe bei Kinder-Notfällen
Jedes Kapitel ist noch mal in verschiedene Themen gegliedert, die ausführlich beschrieben werden. Besonders hilfreich ist der "Krankheits-Teil". Jede Krankheit ist nach dem gleichen Schema dargestellt: Beschreibung der Beschwerden, es wird ein eventueller Zeitpunkt für einen Arztbesuch angegeben, es werden die Behandlungsmöglichkeiten der Schulmedizin, der häuslichen Selbsthilfe, aber auch die der Naturheilkunde erklärt. Man braucht nicht zig Bücher durchzublättern, um alle möglichen Informationen zu einer bestimmten Krankheit zu bekommen.
Auch der Alltag mit Babys und Kindern kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Was mich besonders gefreut hat, es wird ausdrücklich zum Stillen geraten und zu nicht übereilter Beikosteinführung. Die Vorteile des Stillens werden aufgezählt und einige gute Links angegeben.

Soweit so gut, bis ich weiter las und über folgenden Satz stolperte: "Ab sechs Monaten können Sie Kuhmilch jedoch für die Zubereitung von Brei bedenkenlos verwenden" (S. 81). Ich bin natürlich kein Arzt, aber solche Empfehlung finde ich sehr bedenklich und sogar leichtsinnig, trotz der Bemerkung "Ausnahme sind Kinder mit einem besonderen Risiko für Allergien" und dass die Autoren von den reinen Kuhmilchmahlzeiten im 1. Lebensjahr abraten. Das andere Thema, das mich als Mutter eines Schreikindes sehr beschäftigte, ist natürlich Schlafen. Was ich sehr gut fand, dass die Autoren ausdrücklich meinen, dass nicht die Eltern schuld am Schreien ihres Babys sind. Das tat gut von den Ärzten zu lesen. Und überhaupt ist das ein sehr interessantes Kapitel; auch Familienbett wird positiv erwähnt. Die Ferber-Methode wird auf den ersten Blick total abgelehnt, aber beim weiteren Lesen, wird sie in manchen Fällen als "die beste Lösung" gesehen. Das Buch von A. Kast-Zahn wird jedoch als umstritten bezeichnet.
Ich gebe dem Buch 4 Raben, denn als Krankheits-Ratgeber ist es wirklich gut, aber als Erziehungs-Lektüre würde ich persönlich es nicht benutzen.
Margarita

Bewertung: 4 von 5 Raben

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