In der Schwangerschaft muss man zum Frauenarzt

...möglichst direkt nach Feststellung der Schwangerschaft. Nein, muss man nicht. Ob die Schwangerschaft stabil ist, kann mit dem Arztbesuch nicht beeinflusst werden. Die Fälle, in denen Vorerkrankungen eine Medikation zum Halten der Schwangerschaft erforderlich machen, sind hier natürlich ausgenommen.

Besteht keine solche Indikation für einen frühen Arztbesuch, kann dieser die Schwangere im Fall eher beunruhigen als gut tun, wenn man im Ultraschall nämlich noch keinen Embryo sehen kann. Dann gibt es einen Kontrolltermin, es muss nochmals geschaut und gemessen werden...

Zumal wenn Unklarheit über den Empfängnistermin besteht, kann diese Zeit sehr belastend sein, wenn die Schwangere etwa erst in der 5. statt wie angenommen in der 6. Woche ist und es aussieht, als sei die Fruchthöhle leer, weil der Embryo sich nicht entwickelt hätte.

Wenn die Schwangerschaft tatsächlich nicht in Ordnung ist, kann dies auch erst zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt werden, auch in diesem Fall hilft der frühe Ultraschall nicht. Auch eine Eileiterschwangerschaft kann mit einem zu frühen Ultraschall (vor der 5.-8. Woche) nicht ausgeschlossen werden. Zur relativ genauen Terminbestimmung durch Längenmessung des Embryos reicht auch eine Ultraschalluntersuchung zwischen der 9. und der 11. Woche.

Für die gesamte Dauer der Schwangerschaft ist Hebammenbetreuung genauso umfassend wie eine Vorsorge beim Arzt, dabei hat die Hebamme in der Regel mehr Zeit für ein Beratungsgespräch. Lediglich die bis zu drei im normalen Leistungskatalog der Krankenkassen enthaltenen Ultraschall-Untersuchungen kann die Hebamme nicht durchführen. Zum Abhören der Herztöne sowie zur Gewicht- und Größenabschätzung des Kindes ist ein Ultraschall nicht nötig.

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