Hauptsache, dem Kind geht es gut!

Nach schweren Geburten bekommt frau das häufig zu hören. Unbestritten ist das auch ein äußerst wichtiger Punkt. Vergessen wird dabei nur, dass bei der Geburt noch jemand anwesend war: die Mutter. Jedes Erleben einer Geburt und eventueller geburtsmedizinischer Eingriffe ist individuell. Wenn die Geburt als Verlust über die körperliche Selbstbestimmung und Eingriffe als Gewalt erlebt wurden, dann ist das so, muss verarbeitet werden und darf nicht mit so einem leichten Spruch weggewischt werden. Zum Verarbeiten muss jede ihren eigenen Weg finden.

Sprüche wie "Hauptsache dem Kind geht es gut!" und die Haltung dahinter können dazu beitragen, dass sich solche schlimmen, traumatisierenden Erlebnisse festsetzen, denn es geht nur noch um das - natürlich auch sehr wichtige - Wohlergehen des Kindes. Aber eine Frau, die eine Geburt nicht für sie adäquat verarbeiten kann, leidet u.U. noch jahrelang an einem Geburtstrauma. Das kann für das Kind und die Familie sehr nachhaltige negative Folgen haben.

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