Strafe muss sein

Das Kind baut Mist, also braucht es eine Strafe, ohne Strafen laufen Kinder aus dem Ruder: eines der haltbarsten Ammenmärchen überhaupt.
Kinder, die Mist bauen, brauchen manchmal eine klare Ansage, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. In anderen Fällen ist ihnen das ohnehin schon klar - dann brauchen sie die Bestätigung, dass sie gesehen wurden und dass die Grenze, die sie überschritten haben, immer noch gilt. In der Regel brauchen sie Aufmerksamkeit, die sie mit grenzüberschreitendem Verhalten einfordern - auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit. Kinder brauchen nichts mehr, als gesehen und mit ihren Befürfnissen wirklich wahrgenommen zu werden. Aber Strafen brauchen sie nicht. Strafen zementieren die Rolle des Kindes als "böse", und lösen das Problem nicht, das zu unerwünschtem Verhalten führt.

Es kommt auch vor, dass "Strafen" als "logische Konsequenzen" beschönigt werden. Merke: Wenn du dir eine "logische Konsequenz" erst ausdenken musst, ist es keine logische Konsequenz und damit keine unmittelbare Folge des kindlichen Verhaltens, aus der das Kind tatsächlich lernen könnte.

Warum Strafen nicht funktionieren, findest Du hier: Warum Strafen nicht funktionieren
Alternativen zur Bestrafung findest du hier: Alternativen zur Bestrafung

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