"Später muss er/sie das doch auch können!"

spaeterkoennenEin beliebtes Argument, wenn von (Klein-)Kindern Verhaltensweisen erwartet werden, die sie noch nicht beherrschen: Ordnung halten, Rücksicht nehmen, selbständig sein, durchschlafen... Wenn das Kind das mit drei oder vier Jahren nicht kann, wie soll das denn dann in der Schule werden?!

Aber: Gerade in der (frühen) Kindheit passiert in wenigen Jahren so viel an Entwicklung, dass diese vorausschauende Ängstlichkeit fehl am Platze ist. Wenn etwa ein vierjähriges Kind sich nicht alleine anziehen "kann", weil es das Umsorgtwerden morgens braucht, dann heißt das natürlich nicht, dass es das NIE lernen wird.

Eltern, die in gutem Kontakt zu ihren Kindern sind, wissen meist recht genau, was diese können, sowohl in praktischer als auch in seelischer Hinsicht. Es ist eine Herausforderung, die Balance zwischen Zutrauen/Herausfordern und Bedürfniserfüllung zu halten. Mit zugewandter Gelassenheit wird man in der Regel weiter kommen als mit ängstlichem Drängeln. Das Gras wächst bekanntlich nicht schneller, wenn man daran zieht.

 

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