Wir sind auch geklapst worden und trotzdem gut groß geworden.

Oder auch: Ein Klaps hat noch keinem geschadet

Nein. Gewalt in der Erziehung schadet dem Kind und seiner Beziehung zu seinen Eltern (oder anderen klapsenden Bezugspersonen). Sie schadet dem Selbstwertgefühl des Kindes und seinem Vertrauen in die Welt. Sie verunsichert und entwürdigt das Kind. Sie hat Langzeitfolgen, die dieses Kind mit in sein Leben nimmt - bis hin zur Überzeugung, so eine Behandlung verdient zu haben.

Wen das nicht überzeugt, der sollte trotzdem die Aussagen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zur Kenntnis nehmen:

 

§ 1631
Inhalt und Grenzen der Personensorge

(1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.

(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

(3) Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen.

 

(Fassung aufgrund des Gesetzes zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung und zur Änderung des Kindesunterhaltsrechts vom 02.11.2000)

 

Siehe auch unsere Artikel "Warum es keinen harmlosen Klaps gibt" und "Gewalt ist Gewalt" unter Ẃissenswertes/Elternsein.

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